Ricarda Essrich

Gute Vorsätze: Endlich Schwedisch lernen!

24. Januar 2014 | (0) Kommentare

Jetzt zu Jahresbeginn haben wir alle wieder jeden Tag die Ikea-Werbung zu „Knut‟ gesehen. Wäre es nicht toll, endlich mal zu verstehen, was hinter der Knut-Tradition in Schweden wirklich dran ist? Oder ist das vielleicht nur eine Ikea-Erfindung?

Wer eine Sprache lernt, erfährt neben Grammatikregeln und Vokabeln auch immer viel über Land und Leute, Kultur und Tradition. Das macht den Reiz des Sprachenlernens ja auch aus. Denn kaum jemand lernt eine Sprache ja nur, weil er Sprachen sammelt. Meist gibt es einen Anlass oder einen Anreiz. (Obwohl ich tatsächlich mal in einem meiner Schwedischkurse eine Frau sitzen hatte, die keinerlei Interesse an Schweden hatte, sondern einfach nur noch eine Sprache lernen wollte ... das ist aber nicht lange gutgegangen.)

Nun, wenn Ihr hier auf der Seite gelandet seid, habt Ihr wahrscheinlich schon einen Anlass oder Anreiz zum Schwedischlernen. Oder lernt es vielleicht schon. Und wer von Euch ist mal wieder von Neujahrsvorsätzen getrieben? „Mehr Vokabeln lernen, bevor das Auslandssemester in Uppsala beginnt.‟ „Dieses Jahr will ich mich mit der Ferienhausvermieterin endlich unterhalten können.‟ „Vielleicht schreibe ich doch endlich mal eine Bewerbung nach Schweden.‟

 

Mit dem Sprachenlernen ist es ein bisschen wie mit dem Sport: Man nimmt sich zu Jahresbeginn viel vor, doch mit der Zeit, mit zunehmender Entfernung zum Zeitpunkt des Vorsatzes nimmt der Lerneifer erheblich ab. Und im Sommer steht man dann wieder im Café in Schweden und ärgert sich, dass man nicht doch mehr Vokabeln gelernt hat.

Ich empfehle Euch: Schafft Euch Anreize, ruft Euch Schweden immer wieder ins Gedächtnis, damit die Zeit bis zum großen Sommerurlaub nicht so lang ist. Für den Anfang mal zum Köttbullar-Essen zu Ikea. Da könnt Ihr gleich die richtige Aussprache üben (Man spricht es „schöttbullar‟ aus, also mit einem schön zischen sch-Laut, nicht mit k! Und der kleine Kevin möchte auch nicht aus dem „Sma-‟, sondern aus dem „Smoooland‟ abgeholt werden ... ).

Und wie wäre es mit einem Kurztrip nach Stockholm über den Valentinstag? Die schwedische Hauptstadt ist auch im Winter sehr schön, vor allem wenn Schnee liegt. Eine ganze Reihe von Fluggesellschaften fliegt Stockholm inzwischen recht günstig an. Und wer sich nicht gerade Midsommar, die Sommermonate oder die Vorweihnachtszeit aussucht, findet auch meist ein nettes Hotel zu einem annehmbaren Preis. Sehr empfehlen kann ich die Hotelschiffe, die an Riddarholmen, am Söder Mälarstrand oder am Kai von Skeppsholmen liegen. Es gibt sie in unterschiedlichen Preiskategorien, und sie liegen sehr zentral. Und ja, das geht hervorragend auch im Winter, das habe ich erst kürzlich getestet!

Ich hätte noch einen Anreiz für Euch, ein Fernziel sozusagen: Wie man hört, soll die Stieg-Larsson-Romanreihe endlich fortgesetzt werden, und zwar durch den schwedischen Autor David Lagercrantz. Das Buch soll im Sommer 2015 erscheinen. Und vielleicht könnt Ihr es bis dahin im Original lesen?

Bild: Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de

 

Kategorien: Allgemein

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