Ricarda Essrich

Für iPhone und iPad: Nemo Schwedisch

Die App zum Schwedischlernen

29. Oktober 2013

Nun, da ich von meinem HTC-Smartphone auf ein iphone gewechselt bin, will ich endlich auch Apps testen, mit denen man Schwedisch lernen kann. Dazu bin ich in der komfortablen Lage, die Apps auf beiden Systemen zu testen.


Die erste App zum Schwedisch lernen kommt aus dem Hause Nemo Apps LLC und heißt Nemo Schwedisch.*


Optik und Bedienung

Mir fällt zunächst die sehr ansprechende Optik auf. Klar und aufgeräumt, blau, zeitgemäß und nicht zu verspielt. Öffnet man die App, sind auf der Startseite 3 Kreise als Hauptmenüs zu sehen, über die man die 3 Haupt-Funktionen auswählen kann. In einer weiteren Menüleiste unten finden sich dazu noch die Punkte Suche, Index, Informationen und Einstellungen.
Mit der App lernt man die wichtigsten Wörter und Wendungen, die jeweils auf einzelnen Karten abgebildet sind. Mit Wischen nach links oder nach rechts wechselt man zwischen den Karten.


Funktionen

Die App verfügt über 3 Hauptfunktionen, mit denen man seine ersten schwedischen Gehversuche machen kann.

   

  1. Sammlung von Wendungen
    Über diese Funktion kann man 100 wichtige Wörter und Phrasen lernen. Diese sind nach Kategorien sortiert (z. B. „Wenn Sie nur 10 Dinge lernen möchten“ oder „Hallo & Auf Wiedersehen“). In den Kategorien kann man zwischen der Anzeige der schwedischen und der deutschen Wörter wechseln. Nach Auswahl einer Phrase wird eine Karte eingeblendet, auf der sich der schwedische Satz befindet sowie die deutsche Übersetzung und ein Lautsprechersymbol. Tippt man das Lautsprechersymbol an, liest eine schwedische Sprecherin den Satz oder das Wort vor. So kann man prima die Aussprache lernen und üben.
  2. Nemo-Karten
    Die Nemo-Karten dienen zur Vertiefung und zum Vokabellernen. Hier werden jetzt nicht mehr die deutsche und die schwedische Version eines Satzes angezeigt, sondern nur noch eines davon (das kann man in den Einstellungen wählen). Wie beim klassischen Vokabellernen gilt es nun, die richtige Bedeutung herauszufinden. Durch Tippen auf die Karte kann man sein Ergebnis überprüfen, denn nun wird zusätzlich auch die Übersetzung angezeigt. Auch bei den Nemokarten kann man sich die Wörter jederzeit über das Lautsprechersymbol vorlesen lassen.
  3. Sprachstudio
    Das Sprachstudio dient zu Übung der Aussprache – eine sehr schöne Funktion, wie ich finde. Ebenfalls auf den Karten werden nun wieder Vokabeln und deren Bedeutung angezeigt. Nun kann man die Vokabel laut vorsagen und sich dabei mit der Sprachfunktion aufnehmen. Im nächsten Schritt wird die eigene Aufnahme abwechselnd mit der Aufnahme der App-Sprecherin abgespielt. So kann man seine Aussprache vergleichen und verbessern. Gefällt einem das Ergebnis nicht, kann man die eigene Aufnahme immer wieder machen, bis die Aussprache mit der der Sprecherin übereinstimmt.


Die Vollversion

In der Gratisversion stehen derzeit rund 100 Wörter und Wendungen verschiedener Kategorien zum Lernen zur Verfügung. Über das Upgrade auf die Vollversion Nemo Schwedisch Komplett erhält man mehr als 1200 Nemo-Karten in diesen und zusätzlichen Kategorien.
Kosten Vollversion: 8,99 €


Fazit

Eine tolle App für Anfänger, um mal in die Sprache „reinzuschnuppern“. Die Auswahl der Sätze und Wörter ist gut, die Sprecherin ist Muttersprachlerin, spricht deutlich und langsam, aber nicht übertrieben. Die Bedienung ist intuitiv, läuft ruckelfrei und flüssig. Für eine Gratis-App sind die Funktionen ausreichend. Ein Upgrade auf die Vollversion lohnt sicher für den etwas ambitionierteren Lerner, der auch nach dem ersten Urlaub in Schweden noch Interesse an der Sprache hat. Dennoch finde ich den Preis für die Vollversion etwas happig, daher nur von 5 möglichen Flaggen.


Systemanforderungen

Version 3.2.4
für iPhone, iPad und iPod Touch (iTunes Store)
vollständig kompatibel mit iOS 7

*Es gibt sie auch für ganz viele anderen Sprachen.

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