Ricarda Essrich

Rosetta Stone TOTALe

Den Klassiker gibt es jetzt auch online

10. Februar 2014 | (0) Kommentare

Ich glaube, viele vor allem ambitionierte Lerner liebäugeln mit großen, professionellen Lösungen zum Schwedischlernen, wie sie z.B. Rosetta Stone liefert. Jedoch schreckt der Preis wahrscheinlich einige ab. Denn ‒ das muss man einfach sagen ‒ der Klassiker unter den Softwareanbietern beutelt das Konto ganz schön. Doch ist das Programm sein Geld überhaupt wert? Vielleicht hilft Euch dieser Beitrag bei der Entscheidung für oder gegen eine solche Investition.

Es ist ein umfangreiches Programm, daher werde ich den Test auch in zwei Teilen veröffentlichen.

Eines Vorweg: Rosetta Stone war so großzügig, mir einen halbjährigen Gratis-Zugang zur Verfügung zu stellen. Dafür vielen Dank! Dennoch werde ich unbeirrt meine eigene Meinung kundtun. Natürlich habe ich hohe Erwartungen an einen Anbieter, der seit so vielen Jahren am Markt ist und sich konsistent im oberen Preissegment positioniert. Da erwarte ich, dass auch viel Geld in die Hand genommen wird, um ein tolles Produkt zu entwickeln. Und das sollte sich in Optik, Bedienbarkeit, Qualität der Lerneinheiten etc. niederschlagen.

Mal sehen ...

Das Programm

Es handelt sich hier um die Online-Version des Sprachenlern-Programms von Rosetta Stone, Rosetta Stone TOTALe. Dieses beinhaltet:

  • eine interaktive Software, also den Online-Zugang zum Rosetta Course Komplettkurs.
  • die Mobile Apps ‒ Apps für Tablets oder Smartphones
  • eine Online-Community und ein
  • Live-Konversationstraining ‒ bis zu vier Live-Sessions im Monat mit Muttersprachlern.

Das Konzept basiert auf der eigens von Rosetta Stone entwickelten sogenannten Dynamic Immersion Methode. Zitat aus einer RS-Pressemitteilung vom 05.02.: „Mit der [...] Dynamic Immersion-Methode lernt man eine neue Sprache auf die gleiche Weise wie die eigene Muttersprache. Der Lernende taucht in eine neue Sprache ein, ohne Übersetzungen, ohne Auswendiglernen von Vokabeln oder Büffeln von Grammatik. In den Kursen von Rosetta Stone – der Rosetta Course (CD oder Download) und der TOTALe Online-Zugang – sind Schrift, Aussprache und ausdrucksstarke Bilder aus Situationen des täglichen Lebens verknüpft. Dabei bauen die Bilder wie Geschichten aufeinander auf und der Lernende versteht nach und nach komplexere Inhalte.‟

Der erste Eindruck

Die Optik ist ganz ansprechend. Nach dem Einloggen gelangt man zum Hauptmenü. Verschiedene Symbole sollen mich zu den Unterpunkten leiten. Erster Kritikpunkt: Die Symbole sind nicht alle total selbsterklärend, wie ich finde. Hier würde es mir helfen, wenn ich angezeigt bekomme, was sich hinter den Icons verbirgt, wenn ich mit dem Mauszeiger darüberfahre. (Nachtrag: Nachdem ich eine Lektion absolviert habe, funktioniert die Mouse-Over-Erklärung. Vermutlich muss man zunächst eine Lektion bearbeitet haben, bevor man sich den Übungen widmen kann.)

Das Hauptmenü ist in drei Elemente aufgeteilt: Rosetta Course (mit offenbar 12 verschiedenen Lektionen), Rosetta Studio (dahinter verbirgt sich offensichtlich das Live-Konversationstraining) und Rosetta World (mit den drei - leider auf Englisch formulierten Aufforderungen PLAY, TALK und EXPLORE). In der Mitte geht es zu einer vorgeschlagenen Übung, die wohl meinem Lernstatus entspricht.

Die Optik wirkt aufgeräumt, bunt, aber nicht überfrachtet, allerdings für mich nicht gleich selbsterklärend. Hier hätte ich mir etwas mehr Information gewünscht, eine Art Einleitung oder ein Tutorial zur Bedienung. Das gilt übrigens auch für die Übungen später. Nicht immer war mir sofort klar, was ich machen sollte, so habe ich einige Fehler produziert.

Das Programm

Ich beginne also mit der ersten Lektion. Mir fällt auf, dass der Ansatz tatsächlich anders ist als bei anderen Programmen. Schon in der ersten Lektion hat man alles dabei: Singular und Pluralformen von Substantiven, verschiedene Verben, verschiedene Substantive, und das alles miteinander kombiniert. Dazu Ausspracheübungen. Klingt schwierig, erklärt sich aber beim Bearbeiten selbst. Alles ist mit Bildern hinterlegt, man bekommt also den Inhalt schriftlich, visuell und auditiv aufbereitet. Von Beispiel zu Beispiel erhöht sich der Schwierigkeitsgrad ein wenig, so fehlt z. B. dann plötzlich die schriftliche Anzeige des Satzes, man kann ihn hören und muss ihn dann zuordnen.

Die Ausspracheübungen beinhalten eine Kontrollfunktion, d.h. was ich sage, wird aufgezeichnet und bewertet, ist die Aussprache nicht gut genug, wird ein Fehler gezählt. Nach der letzten Übung erhalte ich eine Zusammenfassung der Ergebnisse, kann dann von vorne anfangen oder zum Hauptbildschirm zurückkehren.

Bei dem Versuch, nach der ersten Hauptlektion eine Ausspracheübung zu starten, haben entweder das Programm oder mein Rechner gestreikt. Also Zeit für eine Pause. Wie es mit dem Programm weiterging, erfahrt Ihr in den nächsten Tagen.

Übrigens: Passend zum Valentinstag am Freitag hat Rosetta Stone Liebesschwüre in 24 Sprachen veröffentlicht! Vielleicht sagt Ihr Eurem Schatz am 14.2. mal auf Vietnamesisch, dass Ihr ihn liebt? wink

Systemanforderungen:

  • Windows: XP SP3, Vista SP2, Windows 7, oder Windows 8
  • Mac (nur auf Intel-Basis): Snow Leopard, Lion, oder Mountain Lion (OS X 10.6 oder höher)
  • Für Windows: 2.33GHz oder schneller x86-kompatibler Prozessor oder Intel® Atom™ 1.6GHz oder schnellerer Prozessor für Netbooks
  • Für Mac: Intel Core™ Duo 1.33GHz oder schnellerer Prozessor
  • Mindestens 1 GB RAM Speicher oder mehr
  • Internet Explorer 7, Firefox 4, Safari 5, Chrome 11 oder höher
  • Adobe Flash Player Version 10.3 oder höher
  • Mindestens 1024 x 768 Pixel Bildschirmauflösung
  • USB- Headset mit Mikrofon (nicht enthalten)

Kategorien: Online

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