Ricarda Essrich

Erfahrungsbericht: Wie Simone Schwedisch lernt

19. Mai 2014 | (0) Kommentare

Simone habe ich in der Xing-Gruppe des DVÜD, des Deutschen Verbandes der freien Übersetzer und Dolmetscher e.V., kennengelernt. Sie stellte sich dort vor und gab an, Schwedisch zu lernen. Da habe ich sie gleich mal zu einem Erfahrungsbericht „verpflichtet‟, und hier kommt er.

Ich liebe Sprachen. Schon früh wollte ich Englisch lernen und konnte es nicht abwarten in der fünften Klasse dann auch endlich damit anzufangen. In der siebten Klasse kam Latein dazu (nein, Latein ist keine tote Sprache smiley) und in der Neunten fing ich mit Französisch an.

Deswegen verwunderte es auch niemanden, als ich nach dem Abitur nach Germersheim Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft studieren ging. Mittlerweile habe ich dort meinen Bachelorabschluss gemacht und bin jetzt Übersetzerin für die Sprachen Englisch und Italienisch. Meinen Master North American Studies mache ich momentan in Marburg und zusätzlich bin ich im Beirat des DVÜD e.V. tätig.

Schwedisch war eigentlich auch schon immer auf meiner Liste. Pippi Langstrumpf und Michel gehören zu meinen frühesten Kindheitserinnerungen. Daher fing ich an Schwedisch zu lernen und ließ mir dazu Bücher zu Weihnachten schenken. Aber jetzt genaueres:

Mit welchem Lehrwerk / Lernprogramm / Audiokurs / Online-Kurs lernst Du Schwedisch / hast Du Schwedisch gelernt? (ISBN, Titel oder Autor, Link zur Website etc.)

Ich lerne mit einer Kombination von Lehrwerken, Lernprogrammen und Online-Kursen. Vor allem lerne ich mit dem Lehrbuch Välkomna! und dem dazugehörenden Übungsbuch, dem Lehrbuch Svenska (von Gunilla Rising Hintz) und weiteren Büchern zur Grammatik (z.B. Grammatik kurz und bündig von Pons) und zum Vokabular (Grundwortschatz Schwedisch). Um das Hörverständnis zu üben, lerne ich aber auch mit Computerprogrammen. Dazu nutze ich auch das Selbstlernzentrum im Sprachenzentrum meiner Uni. Auch den Online-Kurs von Babbel und die dazugehörige App habe ich schon ausprobiert.

Um gleichzeitig das Vokabular zu vertiefen und das Hörverständnis zu erweitern schaue ich mir auf Youtube Verschiedenes auf Schwedisch ein. Das kann eine Folge von Pippi oder Michel, ein schwedisches Kinderlied oder ein Interview von Alexander Skarsgård sein.

Wie bist Du darauf aufmerksam geworden, wie hast Du Dich informiert und warum hast Du Dich für dieses Programm/Lehrwerk entschieden?

Auf die Lehrwerke bin ich durch Stöbern in verschiedenen Buchhandlungen aufmerksam geworden. Välkomna! (Klett) sprach mich am meisten an. Es schien auch für Selbstlerner geeignet zu sein und die Aufteilungen der einzelnen Lektionen sind ansprechend gestaltet. Leider habe ich allerdings keine Lösungen für die Aufgaben im Lehrbuch selbst, daher kann ich mich da leider nicht selbst überprüfen.

Svenska wird als Lehrwerk in den Sprachkursen an meiner Uni verwendet. Auch wenn ich selbst nie einen solchen Sprachkurs besucht habe, verwende ich trotzdem das Lehrwerk für mein Selbststudium.

Wie klappt die Arbeit mit dem Buch/Programm/der Website? Was gefällt Dir gut, was gar nicht?

Ich komme mit beiden Lehrwerken sehr gut zurecht. Mit Välkomna! vielleicht etwas besser als mit Svenska. Vor allem die Grammatik lässt sich mit den Büchern am besten lernen.

Auch wenn Babbel recht preiswert erscheint, ist mir das auf Dauer doch zu teuer. Als Studentin sind die Finanzen leider begrenzt und daher kann ich nicht dauerhaft bei Babbel aktiv sein.

Youtube ist super um Sprachfähigkeiten auszubauen. Man kann sicher keine Sprache von Null an und ohne weitere Mittel bei Youtube lernen, aber es hilft um die „normale“ schwedische Sprache zu lernen. Auf Cds, die zu den Lehrwerken gehören, wird ja doch immer etwas langsamer gesprochen. Auch wenn man anfangs nicht viel versteht, wenn man Pippi Långstrump auf Schwedisch schaut, verbessert sich das Hörverständnis dennoch fast von allein. Und wenn man dann Eric Northman (True Blood) versteht, wenn er Schwedisch spricht, ist die Freude umso größer. smiley

Wie gut kommst Du voran, findest Du es schwer, am Ball zu bleiben?

Ich bin mal mehr und mal weniger aktiv. Zum einen liegt das daran, dass ich noch Studentin bin und dann hin wieder mal eine Hausarbeit schreiben muss, zum anderen daran, dass ich auch mal ganz gerne nichts mache. Aktuell habe ich wieder eine recht aktive Phase. Ich versuche täglich neue Vokabeln zu lernen und mache Aufgaben zur Grammatik. Generell würde ich sagen, dass ich recht gut vorankomme. 

Hast Du Deine Kenntnisse schon in Schweden ausprobieren können? Wenn ja, wie sind Deine Erfahrungen? Kommst Du gut zurecht, wie klappt es mit der Aussprache, reicht der Wortschatz aus?

Leider nicht, aber das wird sich hoffentlich bald ändern. Bis dahin suche ich mir dann noch die Adresse Alexander Skarsgårds heraus und wer weiß, vielleicht kann ich ja mit ihm mein Schwedisch üben.

Kategorien: Erfahrungsberichte

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